

Presseartikel der Kreisverwaltung Alzey-Worms (September 2005)
Im Rahmen des Lotsenprojektes der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen (IHK) informierte sich Landrat Ernst Walter Görisch in Begleitung von Kerstin Bauer, Mitarbeiterin der Wirtschafsförderungsgesellschaft, in den vergangenen Tagen vor Ort über die momentane Ausbildungsplatzsituation in zwei Alzeyer Betrieben. Ziel des Projekts ist es, ehrenamtliche Lotsen in Firmen und Betriebe auszusenden, damit diese Geschäfts-, Personal- und Unternehmensleitungen motivieren, Ausbildungsplätze für Jugendliche zu schaffen. Hintergrund für die Idee ist der Mangel an Ausbildungsplätzen für Jugendliche.
"Das Lotsenprojekt, aber auch der persönliche Kontakt zu den Firmen in dieser wirtschaftlich schweren Lage sind die beiden Gründe für meinen Besuch" erläuterte Görisch dem Seniorchef Hans Seitner und den beiden Geschäftsführern Wilfried Dexheimer und Hannelore Seitner der Hans Seitner GmbH Haustechnik.
Insgesamt beschäftigt der Betrieb 32 Mitarbeiter. Dazu gehören 12 Auszubildende in den Bereichen Heizung/Sanitär, Elektroinstallationen, Technisches Zeichnen und Kaufmannswesen. Problematisch sieht die Geschäftsführung, dass die Anforderungen von Ausbildungen (z.B. zum Elektroinstallateur) in den letzten Jahren gestiegen sind, viele Jugendliche aber nicht mehr die entsprechenden Voraussetzungen und ein ausreichendes Interesse mitbringen. Hannelore Seitner und Wilfried Dexheimer empfehlen künftigen Auszubildenden, sich auf einen guten schulischen Abschluss zu konzentrieren, was dann auch für die Berufsschule gelte. Weitere Verbesserungsmöglichkeiten der Ausbildung sah die Geschäftsführung in einem engeren Kontakt zwischen Berufsschule und den Ausbildungsbetrieben, der bis jetzt nur selten stattfände.
In direktem Bezug zu der Ausbildungsplatzsituation stehe hingegen die allgemeine Auftragslage, da nur ausgebildet werden könne, wenn auch genügend Aufträge vorliegen.
Problematisch bei öffentlichen Ausschreibungen aus unserer Region befand die Firmenleitung, dass Unternehmen aus dem Saarland oder dem Hunsrück die meisten Aufträge bekämen, da diese ein ganz anderes Preisgefüge hätten. So müsse man mit innovativen Ideen in Marktlücken stoßen, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein... (vollständiger Artikel der Kreisverwaltung Alzey-Worms)
| Bild v.l.n.r.: Landrat Ernst Walter Görisch, Wilfried Dexheimer, Hannelore Seitner, Hans Seitner und Kerstin Bauer (WfG) |
